Akte Hund (Gesetz & Politik)

Schwerpunkt: Akte Hund (Gesetz & Politik)

Gesetzliche Regelungen rund um den Hund nehmen zu – sowohl auf kantonaler als auch auf nationaler Ebene.
Rasselisten, weitreichende Auflagen und pauschale Bewertungen bestimmter Hunde prägen zunehmend den
politischen Diskurs. Individuelle Beurteilungen, wissenschaftliche Erkenntnisse und fachliche Sachlichkeit geraten
dabei häufig in den Hintergrund.

Die WOLFDOG ASSOCIATION beobachtet diese Entwicklung mit grosser Sorge. Gerade nach öffentlichkeits-
wirksamen Vorfällen nutzen politische Akteure das Thema immer wieder für populistische Forderungen.
Mit vereinfachenden Schuldzuweisungen, emotionalen Schlagworten und vorschnell präsentierten Verboten
lässt sich zwar Aufmerksamkeit erzielen – ein nachhaltiger Beitrag zur Sicherheit wird damit jedoch kaum geleistet.

Wer ganze Rassen pauschal als gefährlich einstuft, betreibt Symbolpolitik und lenkt von den eigentlichen Ursachen
problematischen Verhaltens ab. Nicht die Rassebezeichnung allein entscheidet über das Verhalten eines Hundes.
Wesentlich sind unter anderem genetische Voraussetzungen, Aufzucht, Sozialisation, Haltung, Ausbildung,
Gesundheitszustand, Stressbelastung sowie die Kompetenz und Verantwortung der haltenden Person.

Insbesondere Wolfhunde befinden sich im Spannungsfeld zwischen Gesetzgebung, öffentlicher Wahrnehmung und
fachlicher Realität. Ihre besonderen Bedürfnisse müssen ernst genommen werden. Gleichzeitig dürfen sie nicht aufgrund
ihres Aussehens, ihres Namens oder medial geschürter Ängste pauschal verurteilt werden. Es braucht differenzierte
Beurteilungen durch qualifizierte Fachpersonen – nicht politische Schnellschüsse auf Kosten verantwortungsvoller
Halterinnen und Halter.

Die WOLFDOG ASSOCIATION fordert die Politik deshalb auf, Entscheidungen nicht nach medialem Druck, einzelnen
Schlagzeilen oder kurzfristigem Stimmengewinn zu treffen. Wer Sicherheit schaffen will, muss Ursachen untersuchen,
Fachwissen einbeziehen und die Wirksamkeit bestehender sowie geplanter Massnahmen kritisch überprüfen.

Der Verein setzt sich für faktenbasierte, verhältnismässige und vollziehbare Regelungen ein. Diese sollen
verantwortungsvolle Hundehaltung, Fachkunde und Prävention fördern, anstatt Vorurteile zu zementieren und ganze
Rassen zu Sündenböcken zu machen. Mehr Sicherheit entsteht durch Kompetenz und Verantwortung – nicht durch Populismus.