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Ektoparasiten bei Hund und Katze im Winter?
Der Winter ist diejenige Jahreszeit, in der uns Mücken, Fliegen und Zecken angeblich nicht belästigen. Indessen gibt es bei unseren Haustieren einige Ektoparasiten, die auch im Winter aktiv sind und den Tieren schaden können – direkt oder durch übertragene Krankheiten.
Prominente Beispiele sind bei den Spinnentieren die Pelzmilben (Cheyletiella sp.), Haarbalgmilben (Demodex sp.) und Räudemilben (Otodectes cynotis, Sarcoptes scabiei und Notoedres cati):
- Pelzmilben: leben im Fell bzw. Pelz von Hunden, Katzen und Kaninchen. Anzeichen sind ein chronisches Ekzem mit Juckreiz und Schuppenbildung; viele Tiere zeigen kaum Symptome.
- Demodex: Ansteckung vom Muttertier auf Welpen durch engen Körperkontakt beim Saugakt in den ersten Lebenstagen; deshalb sind vor allem Welpen und Junghunde betroffen. Es gibt lokalisierte und generalisierte Formen, die sich durch schuppige und gerötete Haut, verdickte und gefaltete Haut, Krusten sowie eitrige Hautentzündungen durch Sekundärinfektionen zeigen können.
- Ohrmilben: befallen vor allem äusseren Gehörgang und Ohrmuschel, Übertragung von Hund zu Hund, auch von Katzen auf Hunde; ältere Tiere sind häufig symptomlose Träger.
- Grabmilben: stark krank machend mit heftigem Juckreiz und vermindertem Allgemeinzustand.
Bei den Zecken gibt es mindestens zwei Arten, die Hunde und Katzen auch während der kalten Jahreszeit befallen können:
- Buntzecke (Dermacentor reticulatus): auch Winter-, Wiesen- oder Auwaldzecke genannt und bereits ab 5°C aktiv (bevorzugt in Gewässernähe). Sie kann den gefährlichen Erreger Babesia canis übertragen, der zu ernsthaften Erkrankungen beim Hund führen kann.
- Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus): vollzieht nördlich der Alpen ihren gesamten Zyklus in Innenräumen und befällt zu über 90% den Hund (oft sehr ausgeprägt). Sie kann u.a. den Erreger Babesia vogeli übertragen.
Unter den Insekten überleben auch Flöhe (besonders der Katzenfloh, der auch Hunde befällt) gut bei kühlen Bedingungen. Kennzeichen sind starker Juckreiz sowie Kratz-, Scheuer- und Beisswunden, oft mit bakteriellen Sekundär-infektionen. Die Flohspeichel-Allergie-Dermatitis ist die häufigste Hauterkrankung bei Hund und Katze.
Je nach Lebensumständen der Haustiere empfiehlt es sich, die Prävention gegen Ektoparasiten während der kalten Jahreszeit aufrechtzuerhalten. Dazu stehen einfach anzuwendende Antiparasitika mit breitem Wirkspektrum und teilweise langer Wirkdauer zur Verfügung. Unter Ektoparasitentest | ESCCAP Schweiz findet sich ein einfach zu handhabender Test.
Die Unterlagen bieten TierärztInnen und tiermedizinischem Fachpersonal sowie TierhalterInnen einen prägnanten Überblick. Sie dienen der sachgerechten Behandlung von Hund, Katze und Kaninchen gegen Ektoparasiten sowie dem Gesundheitsschutz des Menschen.
- Hier das Dokument «Ektoparasiten bei Hund und Katze im Winter» von Prof. Caroline F. Frey, Swiss Vet Forum, 4.11.21, herunterladen.
- Hier die Modulare Guideline «Ektoparasiten bei Hunden und Katzen» herunterladen.
- Hier die Guideline «Ektoparasiten» herunterladen.
- Hier das ESCCAP-Schema zur Bekämpfung von Zecken und Flöhen bei Hund und Katze herunterladen.
- Hier den Flyer «Wie oft muss ich gegen Flöhe und Zecken behandeln?» herunterladen.
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