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Sondernewsletter September 2022 / Newsletter spéciale / Newsletter speciale

13.09.2022

Sondernewsletter September 2022 - DE
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In Memoriam Hans W. Müller


Diese Woche ist unser Ehrenmitglied Hans W. Müller im Alter von 89 Jahren verstorben. Mit diesem Sondernewsletter ehren wir seine Verdienste als Züchter und Hundehalter sowie seinen Einsatz in der FCI und für die SKG. Seiner Familie und seinen Freunden gilt unser tiefstes Beileid.


Hans W. Müller wurde am 20. Februar 1933 geboren. Sein erster Hund war ein Mischling, der stark einem Wolfspitz glich. Der erste Rassehund, ein Hovawart aus der Lüneburger Heide, bildete eine gewichtige Grundlage für seine spätere umfassende kynologische Laufbahn. 1958 begannen seine Aktivitäten in der Rassehundezucht. 1960 wurde er Mitglied der Kynologischen Gesellschaft Winterthur (KGW), welche ihn 1964 zum Sektionspräsidenten wählte. Es folgte eine beispielslose Erfolgsgeschichte des Vereins; während seiner 20-jährigen Präsidialzeit erhöhte sich der Mitgliederbestand der KGW von 116 auf 1050. Die KGW wurde damit mit Abstand zur grössten SKG-Lokalsektion (heute 2. Platz). Dies war ein deutliches Zeichen seiner Strahlkraft. Seine Initiative und sein Wirken garantierten für den Erfolg. Massgeblich zu diesem Erfolg beigetragen haben auch die von ihm initiierten Hunde-Erziehungskurse.


HWM war mit Hunden verschiedener Rassen im Gebrauchshundewesen aktiv (Begleit-, Schutz- und Sanitätshunde, sowie Fährtenhunde), zudem auch im Jagdhundewesen (Schweisshunde). Auch als Züchter verschiedener Rassen erwarb er sich Verdienste. Dazu gehörten: die Rassen Hovawart, Cocker Spaniel und Rhodesian Ridgeback. Er war Initiant und erster Präsident des Rhodesian Ridgeback Clubs der Schweiz. Dazu war er Mitglied in verschiedenen Rasseklubs und erhielt von diesen zahlreiche Ehrungen.

H.W. Müller wurde 1973 in den SKG-Zentralvorstand gewählt und hat auch hier verschiedene Stationen durchlaufen. Zuerst als Leiter der beiden Arbeitsausschüsse Propaganda und Ausstellungen. 1982 wurde er zum SKG-Zentralpräsidenten gewählt. Dieses Amt hat er bis 1997, also während 15 Jahren mit dem ihm eigenen Elan ausgeübt. Erwähnenswerte Aufgaben waren verschiedene Projekte, so die Reorganisation des Zentralvorstandes und weitere, der damaligen Zeit entsprechende Gestaltungen und Anpassungen von Weisungen und Reglemente.


Während seiner Präsidialzeit verstand er es in unserem Land wertvolle Kontakte zu externen Organisationen und Partnern herzustellen und zu fördern. Dazu gehörten die Organisationen der Tierärzte, des Schweizer Tierschutzes und insbesondere auch das Bundesamt für Veterinärwesen. Speziell wegen seiner Verlässlich- und Vertrauenswürdigkeit war er in diesen Kreisen sehr geschätzt.


In der NOV (Nordostschweizerische Vereinigung der SKG-Sektionen) war Hans W. Müller in den 70er-Jahren während 3 Amtsperioden Präsident. Bei seinem Rücktritt wurde er mit der Ehrenmitgliedschaft dieser regionalen Vereinigung geehrt.


Eine weitere Seite seines kynologischen Schaffens war seine ebenfalls erfolgreiche und steile Karriere als Ausstellungsrichter. Diese begann im Jahre 1963 als Richter für Hovawart-Hunde. Laufend kamen weitere Rassen dazu. In der Folge wurde er zum Gruppenrichter und dann zum Allroundrichter ernannt. Als Richter war er in zahlreichen Ländern und auf allen Kontinenten im Einsatz. Höhepunkte waren seine Einsätze an mehreren Welt-, Kontinental- und weiteren Titelausstellungen. Mehrmals kam ihm die Ehre zu, an solchen Anlässen den besten Hund der Ausstellung (Best-in-Show) auszuwählen.


Hans W. Müller hat sich an zahlreichen Anlässen als bestens bewährter Organisator ausgezeichnet. Speziell erwähnenswert sind die nationalen und internationalen Hundeausstellungen in Winterthur sowie mehrere Internationale Ausstellungen in St. Gallen und an weiteren Orten der Schweiz. Höhepunkte waren die Welthundeausstellung 1994 in Bern und die «FCI World Champion of Champions 1997» sowie die «Jubiläumsausstellung 100 Jahre FCI» in Brüssel.


Um die Jahrtausendwende wählte der SKG-Zentralvorstand Hans W. Müller in den Verwaltungsrat der Albert-Heim-Stiftung. Fast gleichzeitig wurde er in den Verwaltungsrat der ANIS AG, dem zentralen Register zur Verwaltung der mittels Microchip gekennzeichneten Hunde delegiert. Da er bei der Organisation und Gestaltung federführend mitwirkte war er dazu der richtige Mann.


1983 wurde HWM aufgrund seiner vielseitigen Erfahrung im Hundewesen und seiner Verdienste und Kontakte im In- und Ausland in den Vorstand der FCI (Fédération Cynologique International) berufen. Bereits 1985 wurde er zum FCI-Präsidenten gewählt. Dieses verantwortungsvolle Amt bekleidete er bis 2013. Während diesen 28 Jahren war er an Sitzungen und Veranstaltungen der FCI und der Mitgliedsländer häufig unterwegs. Primär am Hauptsitz der FCI in Belgien aber auch bei den zahlreichen Landesverbänden. Zum Dank für seine langjährigen Verdienste wurde er bei seinem Rücktritt zum FCI-Ehrenpräsidenten ernannt.


Seine langjährige FCI-Präsidialzeit prägten viele Aktivitäten, in deren Verlauf der internationale Verband kontinuierlich anwuchs. Dies wirkte sich auch auf die Geschäftsstelle in Belgien aus, wo mehr und mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt wurden und einen festen Arbeitsplatz fanden. Diese Entwicklung bewirkte, dass vermehrt Büroräumlichkeiten notwendig wurden. Die baulichen Anforderungen konnten durch den sukzessiven Erwerb von Liegenschaften am Hauptsitz der FCI begegnet werden. Nach notwendigen Renovationen und baulichen Ergänzungen genügen diese Immobilien heute noch dem weiterhin steigenden Bedarf der Geschäftsstelle. Die erwähnten Ergänzungsbauten und Renovationen wurden alle während der Präsidialzeit von Hans W. Müller durchgeführt. Erfreulich, dass sie mit eigenen Mitteln der FCI finanziert werden konnten. Dies spricht für einen langjährigen sparsamen Haushalt und für die sorgfältige Verwendung des verfügbaren Eigenkapitals. In diesem Zusammenhang darf als Meilenstein auch die Schaffung eines kynologischen Museums in Thuin (Belgien) erwähnt werden.


Eine weitere dauernde Aufgabe für die FCI ist die Aufnahme neuer Mitgliedsländer. Die Grösse und die Aktivitäten von Ländern sind sehr verschieden. Besonders hervorzuheben ist der Landesverband von China, welcher seine drei Probejahre noch unter H.W. Müller absolvierte und nun als sehr aktives Vollmitglied der FCI angehört. Das alles erforderte eine laufende Anpassung der strukturellen und ablaufmässigen Organisationen. H.W. Müller war zudem stark mit der Pflege der Beziehungen zu externen, nicht kynologischen Institutionen beschäftigt. Die weltweite Öffnung in allen Bereichen, wie zum Beispiel in der Politik, machte es erforderlich, nachhaltig präsent zu sein. Kontakte zu Regierungen standen vielfach im Vordergrund. Dies war in einzelnen Fällen auch verbunden mit Kontakten zu Königshäusern, die meist einen Bezug zu Hunden aufwiesen. Erwähnenswert sind die Fürsten- und Königshäuser wie in Schweden, Spanien, Holland oder Monaco usw. Wichtige Beziehungen wurden auch mit externen kynologischen Organisationen wie dem Britischen Kennel Club, und dem American Kennel Club (AKC) aufgebaut. Es galt Probleme zu lösen, zum Beispiel bei Änderungen von Rassestandards und bei den vielfältigen übergreifenden Reglementen. Alle diese Aktivitäten erforderten viel Weitblick und Offenheit aber auch kritisches Urteilsvermögen. Fähigkeiten welche Hans W. Müller auszeichneten.


Während seiner FCI-Zeit wurden Hans W. Müller als Anerkennung für seine besonderen Verdienste um die internationale Kynologie von zahlreichen Mitgliedsländern verschiedenste Auszeichnungen zugesprochen. Sie hier alle aufzuführen, würde jedoch den Rahmen dieser Würdigung bei weitem sprengen.


Die internationalen Aktivitäten von Hans Müller haben auch zweifellos dazu beigetragen, dass sich die Schweizerische Kynologische Gesellschaft weltweit einen vorteilhaften Eindruck erarbeitete. Kynologen aus der Schweiz waren und sind noch immer in zahlreichen Internationalen Kommissionen mitentscheidend vertreten.


Lieber HWM, wir sind Dir zu grossem Dank verpflichtet für Deinen riesigen Einsatz, den Du für die Kynologie geleistet hast. Wir wünschen Dir eine gute Reise und Deiner Familie viel Kraft in dieser schweren Zeit.


Lebewohl!


Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Statt Blumen und Kränze zu senden, bitten wir Sie, eine gemeinnützige Organisation Ihrer Wahl zu unterstützen.


Traueradresse: Evelin Müller-Fabbro, Gotthelfstrasse 20 A, 8472 Seuzach


Die SKG als Organisation hat die Stiftung Hund Schweiz ins Leben gerufen, um unter anderem das Lebenswerk von Hans W. Müller fortzusetzen und würde sich freuen, falls Sie nicht schon eine bestimmte Organisation berücksichtigen möchten, wenn Sie diese Stiftung unterstützen könnten:

www.shs-fcs.dog


 

13.09.2022

Sondernewsletter September 2022 - FR
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En mémoire de Hans W. Müller


Cette semaine, notre membre d'honneur Hans W. Müller est décédé à l'âge de 89 ans. Par cette newsletter spéciale, nous rendons hommage à ses mérites en tant qu'éleveur et propriétaire de chiens ainsi qu'à son engagement au sein de la FCI et pour la SCS. Nous présentons nos plus sincères condoléances à sa famille et à ses amis.


Hans W. Müller est né le 20 février 1933. Son premier chien était un chien mixte qui ressemblait fortement à un Spitz Loup. Son premier chien de race, un Hovawart de la lande de Lunebourg, a constitué une base importante pour sa vaste carrière cynologique ultérieure. C'est en 1958 qu'il a commencé à s'intéresser à l'élevage de chiens de race. En 1960, il est devenu membre de la Société cynologique de Winterthur (KGW), qui l'a élu président de section en 1964. S'ensuivit une success story sans précédent pour la société ; pendant ses 20 ans de présidence, l'effectif des membres de la KGW passa de 116 à 1050. La KGW devint ainsi de loin la plus grande section locale de la SCS (aujourd'hui 2e place). Ce fut un signe évident de son rayonnement. Son initiative et son action ont garanti ce succès. Les cours d'éducation canine qu'il a initiés ont également contribué de manière déterminante à ce succès.


HWM a été actif avec des chiens de différentes races dans le domaine des chiens d'utilité (chiens d'accompagnement, de protection, sanitaires et de pistage), ainsi que dans le domaine des chiens de chasse (chiens de traîneau). Il s'est également distingué en tant qu'éleveur de différentes races. Il s'agit notamment des races Hovawart, Cocker Spaniel et Rhodesian Ridgeback. Il a été l'initiateur et le premier président du Rhodesian Ridgeback Club de Suisse. Il a également été membre de plusieurs clubs de race et a reçu de nombreux honneurs de ces derniers.

H.W. Müller a été élu au comité central de la SCS en 1973 et y a également occupé différents postes. Tout d'abord en tant que responsable des deux commissions de travail Propagande et Expositions. En 1982, il a été élu président central de la SCS. Il a exercé cette fonction jusqu'en 1997, soit pendant 15 ans, avec l'élan qui le caractérisait. Plusieurs projets méritent d'être mentionnés, notamment la réorganisation du comité central et d'autres aménagements et adaptations de directives et de règlements adaptés à l'époque.


Durant sa présidence, il a su établir et promouvoir de précieux contacts dans notre pays avec des organisations et des partenaires externes. Il s'agissait notamment des organisations de vétérinaires, de la Protection suisse des animaux et, en particulier, de l'Office vétérinaire fédéral. Il était particulièrement apprécié dans ces milieux pour sa fiabilité et sa confiance.


Au sein de la NOV (association des sections de la SCS du nord-est de la Suisse), Hans W. Müller a été président pendant trois mandats dans les années 70. Lors de son départ, il a été honoré par le titre de membre d'honneur de cette association régionale.


Une autre facette de son œuvre cynologique a été sa carrière de juge d'exposition, elle aussi couronnée de succès et fulgurante. Celle-ci a commencé en 1963 en tant que juge pour les chiens Hovawart. D'autres races sont venues s'ajouter au fur et à mesure. Par la suite, il a été nommé juge de groupe, puis juge polyvalent. En tant que juge, il a travaillé dans de nombreux pays et sur tous les continents. Les points forts ont