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ESCCAP CH / Newsletter 8, 2021 / Herbstgrasmilben

Herbstgrasmilben – gibt es einen Schutz für Hund und Katze vor der juckenden Plage?


Sie sind mikroskopisch klein, leuchtend orange-rot gefärbt, sechsbeinig und lauern im Sommer und Herbst gehäuft im Gras auf Weiden und Wiesen, in Gärten und Parks sowie an Waldrändern, an feuchten, warmen, von Sonne beschienenen Stellen. Läuft ein passender Wirt, z.B. ein Hund, eine Katze, ein Kleinsäuger oder auch ein Mensch, vorbei, lassen sich die Larven der Herbstgrasmilben von den Pflanzen abstreifen und setzen sich mit einem Stich in der Haut fest. Der beim Stich durch die Larve abgesonderte Speichel kann eine allergische Reaktion auslösen. Das kann bei Tier und Mensch mit starkem Juckreiz (Trombiculose) einhergehen. ESCCAP Schweiz hat dazu Guidelines für die Tierärzteschaft und für interessierte TierhalterInnen erarbeitet. Sie sind kostenlos erhältlich und können via Website heruntergeladen werden.


Klinische Anzeichen

  • Einzeltiere werden nicht selten von Hunderten bis Tausenden Milbenlarven befallen.

  • Vorwiegend betroffen sind Körperstellen mit Kontakt zum Erdboden, insbesondere Zwischenzehenspalten, Ohrmuscheln, Nasenrücken, Unterbauch und Unterbrust.

  • Befallene Tiere zeigen eine mittel- bis hochgradige Dermatitis mit Quaddeln, Pusteln und Krusten und mässigem bis starkem Juckreiz.

  • Die Symptome klingen einige Tage nach dem Abfallen der Larven von selbst wieder ab.

  • Bedingt durch den Juckreiz und die damit einhergehenden Hautentzündungen und verletzungen sind bakterielle Sekundärinfektionen häufig.

  • Eine Übertragung von Tier zu Tier oder von Tier zu Mensch erfolgt nicht.


Behandlung und Vorbeugung

Herbstgrasmilben sind stark ortsgebunden. Einem Befall können TierbesitzerInnen am besten vorbeugen, indem sie die Katze vorübergehend (Juli – Oktober) im Haus halten und mit dem Hund Auslauforte meiden, an denen sich bekanntermassen viele Milben befinden.


Zurzeit sind keine Präparate gegen Herbstgrasmilbenbefall zugelassen. Medikamente mit Wirkstoffen aus der Gruppe der Isoxazolide (erhältlich als Tabletten oder für Katzen auch als Spot on's) haben aber auch gegen Herbstgrasmilben eine zuverlässige Wirkung, sowohl als Behandlung wie auch als Prophylaxe. Auch wirksam sind Fipronil-haltige Sprays, diese müssen aber regelmässig auf befallene Stellen aufgesprüht werden.

Die Unterlagen bieten TierärztInnen und tiermedizinischem Fachpersonal sowie TierhalterInnen einen prägnanten Überblick. Sie dienen der sachgerechten Behandlung von Hund und Katze gegen Herbstgrasmilben sowie dem Gesundheitsschutz des Menschen.


>>> Hier die Modulare Guideline «Ektoparasiten bei Hunden und Katzen» herunterladen:

Modulleitfaden 3-CH.indd (esccap.ch)


>>> Hier die Guideline «Ektoparasiten» herunterladen:

3sk8esoa_esccap_ch_gl_ektoparasiten_teil1_d_def_170610.pdf


>>> Hier das Dokument «Herbstgrasmilbe – Tipps zum Schutz vor der juckenden Plage» herunterladen: Die Herbstgrasmilbe: Tipps | ESCCAP DEUTSCHLAND


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