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ESCCAP CH / Newsletter 4, 2021 / Welpen und Spulwürmer

Warum und wann sind meine Welpen wegen Spulwürmern zu behandeln?


Hunde- und Katzenwelpen haben ein höheres Risiko, an parasitären Infektionen zu erkranken und diese zu übertragen, als erwachsene Tiere. Die meisten Hunde sind von Geburt an mit Spulwürmern (Toxocara canis) infiziert, da die Würmer im Mutterleib auf Hundewelpen übertragen werden können. Auch via Muttermilch können Wurm-stadien auf die Jungen übertragen werden. Bei der Katze ist dies für Toxocara cati der Hauptinfektionsweg für Katzenwelpen. Umgekehrt können sich laktierende Hündinnen und Katzen selbst bei den Welpen infizieren und dann wieder Eier ausscheiden. Bei Hunde- wie Katzenwelpen können Spulwürmer schwere Erkrankungen hervorrufen. ESCCAP Schweiz hat dazu Guidelines und Entwurmungsschemen für die Tierärzteschaft und Flyer für interessierte TierhalterInnen erarbeitet. Sie sind kostenlos erhältlich und können via Website heruntergeladen werden.


Woran erkennt man einen wegen Spulwürmern erkrankten Welpen?

Der Welpe

  • ist dauerhaft müde und schlapper als sonst.

  • frisst nicht, erbricht, hat ungeformten oder schleimigen Kot, Durchfall, im Wechsel mi Stuhlverstopfung.

  • jault kontinuierlich.

  • hat einen aufgeblähten Bauch («Askaridenbauch»).

  • kann ein glanzloses und struppiges Haarkleid haben.

  • hat eine verzögerte Entwicklung.


Warum Welpen und ihre Muttertiere entwurmt werden müssen

Viele infizierte Welpen zeigen keine Symptome, aber eine Entwurmung wird dringend empfohlen, um eine Umgebungs-kontamination mit Spulwurmeiern zu unterbinden und mögliche Erkrankungserscheinungen zu vermeiden.


Hundewelpen sind im Alter von 2 Wochen, Katzenwelpen im Alter von 3 Wochen erstmals gegen Spulwürmer zu entwurmen. Anschliessend ist die Behandlung in 2-wöchigen Abständen bis 2 Wochen nach Aufnahme der letzten Muttermilch zu wiederholen.

Säugende Hündinnen und Katzen sollten gleichzeitig mit der ersten Behandlung ihrer Jungen gegen Spulwürmer behandelt werden. Zur Behandlung trächtiger Hündinnen mit dem Ziel, eine Wurminfektion der Welpen im Mutterleib zu verhindern, gibt es in der Schweiz keine zugelassenen Präparate. Eine Behandlung um den 50. Trächtigkeitstag kann jedoch zum Schutz der Welpen beitragen.

Die Unterlagen bieten TierärztInnen, tiermedizinischem Fachpersonal und TierhalterInnen einen prägnanten Überblick. Sie dienen der sachgerechten Behandlung von Hunde- und Katzenwelpen und wegen dem erheblichen zoonotischen Potenzial von Spulwürmern auch dem Gesundheitsschutz des Menschen.


>>> Hier die Guideline «Bekämpfung von Würmern (Helminthen) bei Hunden und Katzen» herunterladen: ESCCAP-CH_GL-Endo-rev_d_def_200415_cut.pdf

>>> Hier den Modul-Leitfaden «Bekämpfung von Würmern bei Hunden und Katzen» herunterladen:

e3m2vy33_0864_ESCCAP_MG1_CHDE_20191129.pdf

>>> Hier das Schema «Individuelle Entwurmung des Hundes» herunterladen:

ESCCAP_2021_SchemaEndo_Hund_D_Lay01

>>> Hier das Schema «Individuelle Entwurmung der Katze» herunterladen:

ESCCAP_2019_Schema_Entwurmung_Katze_D_Lay01

>>> Hier den Flyer «Wie oft muss ich mein Tier entwurmen?» herunterladen:

ESCCAP_FlyerEndo_Upd2020_D_RZ

>>> Hier die Empfehlung «Entwurmung trächtiger und säugender Hündinnen sowie von Hundewelpen» herunterladen:

www.esccap.de/v2/wp-content/uploads/2020/06/ESCCAP_Information_Entwurmen_Welpen_und_traechtige_Huendinnen_Aktualisierung_2017.pdf


Impressum: ESCCAP Schweiz, c/o fp-consulting, Bederstrasse 4, CH-8002 Zürich, Tel. +41 244 271 06 00, info@esccap.ch, www.esccap.ch

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