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ESCCAP CH / Newsletter 11, 2021 / Ektoparasiten im Winter

Ektoparasiten bei Hund und Katze im Winter?


Winter ist die schöne Jahreszeit, in der uns Mücken, Fliegen und Zecken nicht belästigen – oder etwa nicht? Tatsächlich gibt es bei unseren Haustieren einige Ektoparasiten, die auch im Winter aktiv sind und die Tiere schädigen können – direkt oder durch übertragene Krankheiten. ESCCAP Schweiz hat dazu Guidelines und weitere Unterlagen für die Tierärzteschaft und für interessierte TierhalterInnen erarbeitet. Sie sind kostenlos erhältlich und können via Website heruntergeladen werden.



Prominente Beispiele sind Pelzmilben (Cheyletiella sp.), Haarbalgmilben (Demodex sp.) und Räudemilben (Ohrmilben: Otodectes cynotis, Grabmilben: Sarcoptes scabiei und Notoedres cati):

  • Pelzmilben: leben im Fell/Pelz von Hunden, Katzen und Kaninchen. Anzeichen sind Schuppenbildung und Haarverlust mit mehr oder weniger Juckreiz.

  • Demodex: Ansteckung durch engen Körperkontakt in den ersten Lebenswochen, insbesondere beim Säugen, deshalb vor allem Welpen und Junghunde betroffen. Schuppende Hautentzündung ohne Juckreiz (squamöse Form) oder pustulöse Form, oft mit Juckreiz, eventuell mit bakterieller Sekundärinfektion.

  • Ohrmilben: Befall beschränkt auf äusseren Gehörgang und Ohrmuschel, Übertragung auf Nachkommen, ältere Tiere häufig symptomlose Träger.

  • Grabmilben (z.B. die Sarcoptes-Fuchsräude): sehr pathogen, starker Juckreiz insbesondere an Ohren, Ellenbogen und Tarsen.

Es gibt es mindestens zwei Zecken-Arten, die auch in kalter Jahreszeit Hunde und Katzen befallen können:

  • die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus), auch Winterzecke genannt, wird bereits ab 5°C (bevorzugt an der Grenze zwischen Wald und Wiese) aktiv. Sie kann die gefährliche «Hundemalaria» Babesia canis übertragen und so zu ernsthaften Erkrankungen beim Hund führen.

  • die braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus), die nördlich der Alpen ihren gesamten Zyklus in Innenräumen vollziehen kann und zu über 90 % den Hund (oft sehr ausgeprägt) bevorzugt.

Unter den Insekten überleben Flöhe (besonders Katzenfloh, auch auf Hund) bei kühlen Bedingungen. Kennzeichen der Flohstichallergie sind Juckreiz und Kratz-, Scheuer- und Beisswunden, mit bakteriellen Sekundärinfektionen.

Je nach Haltung der Haustiere empfiehlt es sich, die Prävention gegen Ektoparasiten auch in der kalten Jahreszeit aufrecht zu erhalten. Dazu stehen einfach anzuwendende Massnahmen einschliesslich Antiparasitika mit breitem Wirkspektrum und teilweise langer Wirkdauer zur Verfügung. Die Unterlagen bieten TierärztInnen und tiermedizinischem Fachpersonal sowie TierhalterInnen einen prägnanten Überblick. Sie dienen der sachgerechten Behandlung von Hund und Katze gegen Ektoparasiten sowie dem Gesundheitsschutz des Menschen.


>>> Hier «Ektoparasiten bei Hund und Katze im Winter» von Prof. Caroline F. Frey, Swiss Vet Forum, 4.11.21 herunterladen:

Ektoparasiten bei Hund & Katze im Winter (esccap.ch)


>>> Hier die Modulare Guideline «Ektoparasiten bei Hunden und Katzen» herunterladen:

Modulleitfaden 3-CH.indd (esccap.ch)


>>> Hier die Guideline «Ektoparasiten» herunterladen:

3sk8esoa_esccap_ch_gl_ektoparasiten_teil1_d_def_170610.pdf


>>> Hier das ESCCAP-Schema zur Bekämpfung von Zecken und Flöhen bei Hund und Katze herunterladen:

ESCCAP-CH_SchemaEkto_HundKatze_d_def_210121.pdf


>>> Hier den Flyer «Wie oft muss ich gegen Flöhe und Zecken behandeln» herunterladen:

ESCCAP_FlyerEkto_Upd2020_D_RZ


Impressum: ESCCAP Schweiz, c/o fp-consulting, Bederstrasse 4, CH-8002 Zürich,

Tel. +41 244 271 06 00, info@esccap.ch, www.esccap.ch

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