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ESCCAP CH / Newsletter 03, 2022 / Igelfloh und Igelzecke

Floh- und Zecken-Check nach Kontakt mit Igelnest?


Vor allem im Frühling, Sommer und Herbst sind sie unterwegs: muntere, kleine Igel. Putzig trotten sie durch Flora und Fauna und rollen sich einfach ein, wenn ihnen Gefahr droht. Genau das tun sie auch, wenn ihnen ein Hund oder eine Katze zu nahekommt. Diesen bleibt nichts anderes übrig, als den Rückzug anzutreten. Doch nicht selten haben sie dann schon ein lästiges Souvenir im Fell: Igelflöhe (Archaeopsylla erinacei).

Igel haben häufig sehr viele Flöhe, die sich im Schutz des Stachelpanzers vor allem im Igelnest vermehren können. Igelnester finden sich gut versteckt in Gärten und Grünflächen, die auch für Hunde und Katzen attraktiv sind. Kommen diese mit einem Igel in Kontakt oder stossen sie auf ein verlassenes Igelnest, wittern die Flöhe sofort ihre Chance auf ein neues Opfer und springen auf die Haustiere. Flöhe sind nest-, aber nicht wirtsspezifisch.


Teufelskreis

Damit ist ein möglicher Teufelskreis eröffnet: Die Flöhe stechen den Hund oder die Katze und legen zahlreiche Eier in deren Fell. Die Eier fallen in die Umgebung der Haustiere, und es entwickeln sich über Wochen bis Monate zahlreiche Larven und Puppen, die beim Vorbeilaufen der Tiere (und des Menschen) zu neuen Flöhen schlüpfen. Diese wiederum befallen den Hund oder die Katze neu und legen wieder Eier ins Fell, die in die Umgebung fallen...

Die ESCCAP-ExpertInnen empfehlen, Hunde und Katzen mit Auslauf regelmässig auf Flohbefall zu untersuchen und gegebenenfalls zu behandeln. Der Flohzirkus kann so gestoppt werden, bevor er richtig in Fahrt kommt. Wie man Hunde und Katzen auf Flöhe untersucht und wie man einem Flohbefall vorbeugen kann, erklären untenstehenden Dokumente.

Igelzecke

Ähnliche Vorsichts- und Behandlungsmassnahmen gelten für die Igelzecke (Ixodes hexagonus). Sie ist angepasst an das Mikroklima in den Bauten oder Nestern ihrer bevorzugten Wirte Igel, Iltis und Dachs. Häufig findet man diese Zecke bei Hof- und Jagdhunden, wenn sie Kontakt zu Igelnestern hatten. Die Igelzecken können dann in der Umgebung der Hunde (Zwinger, Holzschuppen), aber auch in städtischen Lebensräumen stabile endemische Herde bilden. Die Männchen befallen meist keinen Wirt, sondern bleiben in dessen Lager, um sich dort mit den vollgesogenen Weibchen zu paaren. Alle Stadien sind wegen der Nestwärme ganzjährig aktiv, insbesondere aber im Frühjahr und im Herbst. Ixodes hexagonus kann auch Menschen befallen und den Erreger der Lyme-Borreliose (Borrelia burgdorferi sensu lato) und selten auch das FSME-Virus (Frühsommer-Meningoencephalitis) übertragen.

Die Unterlagen bieten TierärztInnen und tiermedizinischem Fachpersonal sowie TierhalterInnen einen prägnanten Überblick. Sie dienen der sachgerechten Behandlung von Hunden und Katzen mit Floh- und Zeckenbefall von Igeln und dem Gesundheitsschutz des Menschen.

>>> Hier die Modulare Guideline Nr. 3 «Ektoparasiten» herunterladen:

Modulleitfaden 3-CH.indd (esccap.ch)


>>> Hier die Guideline Nr. 3 «Bekämpfung von Ektoparasiten (Zecken, Milben, Flöhe, Läuse, Haarlinge, Sand- und Stechmücken) bei Hunden und Katzen» herunterladen:

3-Guideline-Ekto Schweiz.indd (esccap.ch)


>>> Hier das Schema «Ektoparasiten» herunterladen:

ESCCAP-CH_SchemaEkto_HundKatze_d_def_210121.pdf


>>> Hier den Flyer «Ektoparasiten» herunterladen:

ESCCAP_FlyerEkto_Upd2022_D_Web.pdf


Impressum: ESCCAP Schweiz, c/o fp-consulting, Bederstrasse 4, CH-8002 Zürich, Tel. +41 244 271 06 00, info@esccap.ch, www.esccap.ch

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